Vernetztes Wohnen

Märkte & Unternehmen

Braunschweig,  02. Juni 2015


Pflege-Report: Jeder zweite Senior erwärmt sich für neue Wohnformen

Wohnen und Pflege im Umbruch: Alternative Wohn- und Versorgungsformen im Pflegefall finden bei rund 50 Prozent aller 50- bis 80-jährigen Menschen Anklang. Das hat eine repräsentative Umfrage im aktuellen Pflege-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), Berlin, ergeben.

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Konzepte Betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhaus, Senioren-WG und 24-Stunden-Pflege den meisten Menschen im Alter von über 50 Jahren bekannt sind (89 - 97 %). Im Einzelnen verbindet mehr als die Hälfte der Befragten (54 %) mit Betreutem Wohnen eine professionelle Pflege und gute medizinische Versorgung. Im Mehrgenerationenhaus sieht jeder Zweite (52 %) einen attraktiven sozialen Rahmen für eine gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt. Die 24-Stunden-Pflege (41%) steht für die Chance eines professionellen pflegerischen und medizinischen Arrangements im häuslichen Umfeld, allerdings um den Preis des ständigen Zusammenlebens mit fremden Menschen. Mit der Senioren-WG wiederum verbinden 39 % den Erhalt sozialer Kontakte und das Zusammenleben von Menschen in ähnlicher Lebenslage. Gleichzeitig wird aber auch die Gefahr gesehen, dass genau diese Gemeinschaft von alten Menschen alt macht.

Über die positiven Aussagen hinaus lässt sich festhalten: Der Trend zu neuen Wohn- und Versorgungsformen spiegelt sich bereits im Markt wider.

 

Bild: Diakonie Stiftung Salem