Vernetztes Wohnen

Forschung & Entwicklung

Hannover,  25. April 2016


Deutsche wollen Service-Roboter im Haushalt einsetzen

Service-Roboter oder Pflegeheim? Die Antwort der Deutschen belegt: 83 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, einen Service-Roboter zuhause zu nutzen - wenn sie dadurch im Alter länger in den eigenen vier Wänden wohnen könnten. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) anlässlich der Hannover Messe durchgeführt hat.

Mehr als die Hälfte aller Befragten (56 Prozent) geben an, einen Service-Roboter für den eigenen Haushalt kaufen zu wollen. Obgleich bislang nur jeder vierte Bundesbürger Kontakt mit einem Roboter hatte, sind 76 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass Service-Roboter in Zukunft eine immer wichtigere Rolle in ihrem Alltag spielen werden. Die Forschung an Service-Robotern für den Einsatz in Haushalt, Pflege und Gesundheit halten daher 80 Prozent der Befragten für wichtig oder sogar sehr wichtig. Der Roboter der Zukunft soll stark, schnell und präzise sein. Als umsichtiger, dialogfähiger Partner soll er Menschen im täglichen Leben unterstützen.

Vor diesem Hintergrund plant das BMBF die Forschung an interaktionsfähigen Robotern künftig im Förderschwerpunkt "Autonome Roboter für Assistenzfunktionen" gezielt zu stärken. "Wir müssen die technischen Möglichkeiten an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Wenn das gelingt, können autonome Systeme die Lebensqualität nachhaltig verbessern", so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka zum Auftakt der Hannover Messe. Die Ministerin will die Forschung in Deutschland konzentrieren und ein Kompetenzzentrum zum Thema "Roboter und autonome Systeme in lebensfeindlichen Umgebungen" einrichten. In diesem sollen renommierte Einrichtungen der zivilen Sicherheitsforschung mit weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere dem Mittelstand, zusammenarbeiten. Dazu werden exzellente Testumgebungen geschaffen, die Entwicklungen auf höchstem Niveau ermöglichen sollen.

Die repräsentative Befragung zum Thema "Service-Robotik: Mensch-Technik-Interaktion im Alltag" basiert auf 1.003 telefonischen Interviews, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Zeitraum vom 6. und 12. April 2016 durchführte.

=> Weitere Informationen zum Forschungsprogramm Mensch-Technik-Interaktion: www.mtidw.de/forschungsprogramm