Vernetztes Wohnen

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Hannover,  26. Mai 2016


Contractingbranche weiterhin mit kontinuierlichem Wachstum

Die Branche wächst stetig, aber langsam: Die VfW, Interessensvertretung für Contracting und Energiedienstleistungen, hat in der jährlichen Erhebung unter den Mitgliedsunternehmen, ein weiteres Wachstum der Branche festgestellt. Demnach seien Umsatz und die Anzahl an geschlossenen Verträgen weiter gestiegen. Die Höhe der Wachstumsraten fiel jedoch geringer als in den vergangenen Jahren aus.

Insgesamt wurde im Jahr 2015 hinsichtlich der Vertragszahlen eine Steigerung um drei Prozent auf 52.100 abgeschlossene Verträge verzeichnet. Der Jahresumsatz stieg von 2,45 Mrd. Euro im Jahr 2014 auf 2,52 Mrd. Euro im Jahr 2015. Dies entspricht einem Zuwachs von rund drei Prozent und damit einem geringfügig höheren Niveau als im Vorjahr.

Rund 88 Prozent der Projekte wurden im Bereich Energieliefer-Contracting realisiert, sechs Prozent im Einspar-Contracting, fünf Prozent im technischem Anlagenmanagement und weniger als ein Prozent im Finanzierungs-Contracting. 

Die Prognosen für die CO2-Entlastung lagen bei rund 3,2 Mio. Tonnen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von rund 1,2 Mio. Fahrzeugen des Typs VW Golf mit einer durchschnittlich Leistung von 15.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr - und unterstreicht die Relevanz des Energiecontractings.

Norbert Krug, Vfw-Verbandspräsident: „Die Contractingbranche wächst beständig. Allerdings nicht in dem Ausmaß wie noch am Anfang des Jahrzehnts. Ursache für diese Entwicklung ist vor allem die Rechtslage. Aktuell behindern vielfach die mietrechtlichen Neuregelungen und seit längerer Zeit schon die Belastungen der KWK durch die EEG-Umlage die Umsetzung von Energiedienstleistungen. Insbesondere Einsteiger und KMUs sind davon betroffen. Sie können am Markt nicht bestehen und werden von großen Unternehmen aufgekauft. Immer weniger Unternehmen machen immer mehr Umsatz. Die Anzahl der KMUs ist in den letzten drei Jahren, seit die Mietrechtsdebatte in die heiße Phase gegangen ist, rückläufig.“

Die Daten werden unter den Verbandsmitgliedern erhoben, die rund 60 Prozent der Marktteilnehmer abbilden. Des Weiteren wurden als Quellen öffentlich zugängliche Geschäftsberichte und Bilanzen, Presseveröffentlichungen und Direktbefragungen herangezogen.