Spezial: eHealth

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Halle,  28. November 2016


"Wohnen mit Telemedizin in Halle 4.0": Genossenschaft startet Modellprojekt

Sachsen-Anhalt prescht vor - und startet als erstes Bundesland Deutschlands ein Modellprojekt zur telemedizinischen Versorgung in die Wohnungswirtschaft. Initiator sind die Hallesche Wohnungsgenossenschaft Freiheit eG (HWF) und Projektpartner. Die Schirmherrschaft über das Projekt übernimmt der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff. Das Angebot soll "im Zeitalter der Digitalisierung eine Brücke bei der flächen­decken­den medizinischen Versorgung der Patienten sein", so Haseloff bei der Vorstellung des Modellprojektes "Wohnen mit Telemedizin in Halle 4.0" im November 2016.

Innerhalb des Modellprojekts ist seitens der HWF eine Begegnungsstätte namens „Telemed-Punkt“ eingerichtet worden, in dem Patienten selbstständig oder mit Hilfe einer „Telenurse“ Werte wie Blutdruck, Gewicht oder Blutzucker messen und die Daten anschließend über eine Handy-App verschlüsselt an den Arzt übermitteln können.

Die technische und personelle Betreuung der Teilnehmer erfolgt über ein Netzwerk, dem neben der HWF die AOK Sachsen-Anhalt, die Telekom, das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das IFAK Institut für Automation und Kommunikation, die DKB Deutsche Kreditbank AG, die Kanzlei Dr. Strich und die Strehlow GmbH angehören.

Ziel des Netzwerkes ist es, die Einführung telemedizinischer Anwendungen zu forcieren, um als Land Sachsen-Anhalt dem demografischen Wandel gerecht zu werden und den Menschen einen längeren, selbständigen Verbleib in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen.

Für den Vorstand der HWF, Dirk Neumann, stellt der Einsatz der Telemedizin "eine weitere Innovation für das genossenschaftliche Wohnen der Zukunft in Sachsen-Anhalt“ dar.