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Berlin,  20. Juni 2017


Synergie-Management durch Smart Links: den Blick für das Ganze bewahren

Stärkung des internen Verbunds durch Smart Links: Das anorganische Unternehmenswachstum durch Mergers oder Joint Ventures zieht die Entwicklung interner Strukturen und das Zusammenwachsen verschiedener Unternehmenskulturen zu einem funktionierenden neuem Ganzen nach sich. Die in diesem langwierigen Prozess gebundene Zeit wiederum bindet Kapazitäten und verzögert die Entwicklung von Innovationen.

Mit Hilfe eines strategischen Synergie-Managements indes lassen sich unternehmensinterne Ressourcen identifizieren und geschäftsübergreifend analysieren. Mit dem Ziel, Synergiepotentiale zu heben und diese in neue Kundenlösungen umzusetzen. Im Fokus des Synergie-Managements stehen jedoch nicht vordergründig Prozessoptimierung, Kostenersparnis oder Effizienzsteigerung – wenngleich diese Parameter noch Mitte der 2010er Jahre einen signifikanten Nutzen von M&A-Deals darstellten. Entsprechend zielte auch die Mehrheit der Studien zum Thema Synergie-Management auf diesen Kosten-Nutzen-Vorteil ab. Die höchsten Synergiepotentiale wurden beispielsweise der Capgemini-Studie „Smart Linking“ aus dem Jahr 2006 zufolge den Bereichen Forschung & Entwicklung (+56 %), dem Personal (+32 %) und dem Marketing (+28 %) zugeschrieben.

Insbesondere dann, wenn Synergie-Management unter dem Gesichtspunkt der horizontalen Vernetzung der strategischen Geschäftseinheiten betrachtet wird. „Es gibt sechs Mechanismen (Smart Links), mit deren Hilfe Einsparungen durch Synergien realisiert werden können und das Unternehmen profitabel wächst, ohne die Autonomie der strategischen Geschäftseinheiten wesentlich zu beeinträchtigen“, so die Autoren der Studie. Zu den Smart Links zählen: hohe Visibilität der Synergie-Initiativen und ihre Verankerung in Top-Management-Gremien (Ambition & Leadership), unternehmensweit aktive, angepasste Strategieprozesse und Ressourcen, Corporate Talent-Management (Organisatorisches Lernen), ein integriertes Program Management Office, standardisierte Prozesse und Methoden sowie der Einsatz von Systemen, Technologien und Vermarktungsportalen.

Fazit der Studie: „Diversifizierte Unternehmen werden in Zukunft noch stärker nach Möglichkeiten suchen, Synergien durch die Zusammenarbeit ihrer Geschäftseinheiten zu erschließen und kreative Wege entwickeln, Produkte und Dienstleistungen zur Steigerung des Kundennutzens zu integrieren.“