Spezial: eHealth

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München,  02. November 2017


Bessere Logistik für Krankenhäuser: Projekt "Hospital 4.0" gestartet

Verbesserte Krankenhausversorgung durch technologiebasierte Logistik: Mithilfe des jüngst gestarteten Forschungsprojekts "Hospital 4.0 - Schlanke digital-unterstützte Logistikprozesse in Krankenhäusern" sollen innovative Logistiksysteme in Krankenhäusern weiterentwickelt werden.

Im Fokus des Vorhabens stehen die Messung und Bewertung der aktuellen Digitalisierungsgrade von zwei konkreten Prozessen - der Logistik im Zentrallager und der Bettenlogistik - in den beteiligten Kliniken. Durch die Identifikation von Verbesserungspotentialen, der pilothaften Integration digitaler Technologien und der Qualifikation der Mitarbeiter, soll die Qualität und Effizienz der Dienstleistungen am Patienten deutlich gesteigert werden. Darüber hinaus werden die erarbeiteten Maßnahmen und Ergebnisse sowie die entwickelten Methoden in ein Blended-Learning-Konzept für Klinikpersonal überführt. Mithilfe des neu konzipierten Weiterbildungsprogramms soll das Klinikpersonal geschult und auf die Neuerungen vorbereitet werden. Mit dem Ziel, digitale Krankenhauslogistik anschließend besser zu verstehen und umzusetzen.

Das Forschungsprojekt steht unter Leitung der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT, München, und wird im Klinikum Augsburg realisiert. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 36 Monaten. Es wird mit mehr als zwei Millionen Euro aus Mitteln des Programms "Technikbasierte Dienstleistungssysteme" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Prof. Dr. Henner Gimpel, Abteilungsleiter der Projektgruppe: "In Anlehnung an die Vision der Industrie 4.0 verspricht der Einsatz digitaler Technologien durch die Verfügbarkeit relevanter Informationen in Echtzeit mittels der Vernetzung aller am Klinikbetrieb beteiligten Akteure und Ressourcen erhebliches Potential für eine verbesserte Krankenhausversorgung."