Spezial: BGM

Spezial: BGM

Braunschweig,  06. April 2015


Gesundheit fördern: Balanceakt zwischen Achtsamkeit und Verantwortung

Auf ein Wort: In Deutschland wird viel diskutiert über die Verantwortung für Gesundheit. In die Pflicht genommen werden Unternehmen, Mediziner, Politik und Umwelt. Nur selten stellte sich die Frage nach der Eigenverantwortung von Menschen, sich präventiv und gesund zu verhalten.

Zeit, das Konstrukt „Gesundheit“ näher zu beleuchten: Die im vergangenen Jahr vom GfK Verein, Nürnberg, erhobene Studie„Self Care“ kam zu dem Schluss, dass der Gesundheitsbegriff weltweit mit unterschiedlichen Interpretationen verbunden ist. Während die Deutschen Gesundheit vor allem mit körperlicher Leistungsfähigkeit und Fitness assoziieren, bedeutet sie für US-Amerikaner in erster Linie, gut auf sich achtzugeben. In den anderen untersuchten Ländern folgen die Menschen eher der WHO-Definition des „...Fehlens von Krankheit und Gebrechen“.

Im engen Zusammenhang mit dem kulturellen Gesundheitsverständnis steht auch die Einschätzung des Gesundheitszustandes. Auffällig laut Studie ist: „Wer Gesundheit mit einem Gefühl der Ausgeglichenheit und des Einklangs assoziiert, ist offenbar zufriedener mit seinem momentanen Befinden als diejenigen, für die Gesundheit vor allem mit Leistungsfähigkeit verbunden ist.“ So seien fast drei Viertel der Schweizer glücklichmit ihrer Gesundheit, gefolgt von den Spaniern (69 Prozent) und Schweden (64 Prozent). Dagegen äußere sich in Großbritannien, wo die Befragten mit Gesundheit vor allem körperliche und Leistungsaspekte verbinden, nur gut jeder Zweite positiv. „Das Land verzeichnet mit 30 Prozent die meisten Menschen, die mit ihrem Befinden hadern“. Auch den leistungswilligen Bundesbürgern steht dieser Pessimismus: „Sie vergeben in Sachen Zufriedenheit eher mittelmäßige Noten.“ Nur knapp jeder Zweite (56 Prozent) fühlt sich körperlich und geistig fit.

Die Quintessenz? Gesundheitsprävention heißt vor allem eines: Achtsamkeit mit sich selbst und den Mitmenschen - daheim und im Unternehmen.

 

Bild: GfK Verein und GfK Switzerland