Spezial: AAL

Spezial: AAL

Frankfurt,  14. März 2016


Zukunft Lebensräume: branchenübergreifende Zusammenarbeit als Schlüssel zur Quartiersentwicklung

Dem sich stark entwickelnden verknüpften Bedürfnis nach Gesundheit, Selbstständigkeit und Komfort widmet sich die Messe Zukunft Lebensräume am 20. und 21. April 2016 auf dem Messegelände in Frankfurt am Main.

Mit Fachmesse und Kongress spannt die Veranstaltung den Bogen zwischen wissenschaftlichen Grundlagen, Anwendungskonzepten und Praxisbeispielen. Zugleich ist die Zukunft Lebensräume Bühne für innovative Technologien, Produkte und Dienstleistungen wie Gebäudetechnik, Assistenzsysteme, Gebrauchsgüter oder Finanzierungsmodelle. Angesprochen sind Planer und Entscheider aus Wohnungs-, Immobilien-, Gesundheits- und Pflegewirtschaft.

Als eines von drei Top-Themen stellt die Zukunft Lebensräume das Quartier in den Fokus der Veranstaltung 2016. In diesem Kontext werden anhand von Best-Practice-Beispielen die Leistungspotentiale einzelner Bereiche herausgearbeitet:


Technologie
In den Vereinigten Staaten von Amerika schon längst ein Standard, hält das Angebot öffentlicher, drahtloser und kostenfreier Internetverbindungen – sogenannte Hot-Spots – in Deutschland nur langsam Einzug. Relevant ist dieser Service gerade auch für Menschen, die ohne Mobilfunkvertrag im öffentlichen Raum auf die stetige digitale Übermittlung von Vitalwerten, beispielsweise via Wearables, angewiesen sind. Mitunter für Personen mit überwachungsbedürftigem Gesundheitszustand, stellt dies ein Plus an Bewegungsfreiheit und Sicherheit dar. In der Folge werden sie stärker zu persönlicher Interaktionen animiert.


Architektur
Parallelerscheinungen wie Rampen neben Treppen auf öffentlichen Plätzen sind immer seltener Planungsbestandteil. Vielmehr hat sich aus der Herausforderung, barrierefreie Bereiche zu schaffen, eine neue Designsprache entwickelt. Sie ist darauf bedacht, einen Mehrwert für alle Quartiersbewohner zu schaffen – sei es durch sanft ansteigende Zugänge oder Gehwege auf Straßenniveau. Verantwortlich ist eine Art Paradigmenwechsel, der in einer Problemstellung immer auch eine Chance für neue Designs erkennt. Im Badezimmer beispielsweise ist dieser Wechsel als bodenebene Dusche angekommen. Auch die Gestaltung attraktiver öffentlicher Treffpunkte folgt diesem Trend. Frei- und Grünflächen regen mit Wasserspielen, Sitzgruppen und offen zugänglicher Kunst das Gemüt an und fördern die Interaktion.


Dienstleistung
Wohnortnahe Versorgungsformen tragen gerade im Bereich ambulanter medizinischer Dienstleistungen zu einer signifikanten systemischen Entlastung bei. So müssen Patienten, beispielsweise für routinemäßige Untersuchungen des Blutes oder für Verbandswechsel, nicht zwingend beim behandelnden Arzt vorstellig werden. Diese Form der Unterstützung wird durch Pflegedienstleister übernommen. Zudem bieten sogenannte Wohn-Service-Teams großer Wohnungsgesellschaften mit modularen Angeboten technische Hilfe im Haushalt, Haushaltsreinigung und allgemeine Assistenz im Alltag.