Spezial: AAL

Spezial: AAL

Hamburg,  09. September 2014


Visionärer Architekt baut AAL-Mietwohnungen in Hamburg

Zukunft – Technik – Wohnen: Für das 100-jährige Architekturbüro Paul A.R. Frank, Hamburg, ist altersgerechtes Wohnen eine Selbstverständlichkeit. Auch für den Bau von Mietwohnungen. „Das Thema AAL wird viel zu hoch aufgehängt“, so Inhaber Paul-Günter Frank. Es erfordere etwas Sensibilität für moderne Wohnanforderungen und ein neues Nachdenken im Zuge der Planung. Den Rest erledige die Technik. „Das ist alles kein Hexenwerk. Man muss es einfach nur machen.“

Im speziellen Objekt des Architekten, einem 300 qm Neubau in Hamburg-Poppenbüttel, sind das vor allem Elemente der Haus- und Gebäudetechnik: handelsübliche Bewegungsmelder für die Herdabschaltung, Sensorik für das Erstellen von Bewegungsprofilen in den Wohnräumen, Funkschalter für das Nachtlicht im Schlafzimmer und den Weg zum Bad sowie Notzugschalter in den Bädern. „Nicht übermäßig kompliziert“, so Frank, „weder für die Nutzer noch in der Technik.“ Ein dem Neubau zugrunde gelegtes Konzept des Null-CO2-Hauses sorgt zudem für eine eigene Strom- und Wärmegewinnung und minimiert die Energiekosten für die Bewohner; eine Kühlung im Sommer ist zusätzlich vorgesehen. Die vernetzte Haus- und Gebäudetechnik wird ergänzt um barrierefreie Hauseingänge, Flure, Bäder und Balkone sowie um die technische Vorinstallation zum Einbau von Podest-Liften und Türöffnern. In dem Objekt, das im November bezogen werden kann, sind insgesamt vier Mietwohnungen von ca. 55 qm barrierefrei gestaltet. Zwei im Kellergeschoß befindliche Wohnungen sind für Pflege- und Betreuungspersonal vorgesehen, das im Bedarfsfall einziehen kann.

Kosten des Projekts? „Der Mehraufwand für die technische Vorbereitung hielt sich in Grenzen“, so Frank. „Er liegt bei max. 2.500 Euro pro Wohnung für AAL-Maßnahmen.“ Die Warmmiete wird ca. 1.000,00 Euro betragen.