Spezial: AAL

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München,  18. Juni 2019


Unternehmen sehen in KI bislang kaum Potential für eigenes Geschäft

Ein heterogenes Bild: Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) liegt wie Nebelschwaden über der deutschen Wirtschaft – faszinierend und undurchsichtig zugleich.

von Thordis Eckhardt

Während beispielsweise 48 Prozent der von PwC in seiner aktuellen KI-Studie befragten 500 Entscheider aus privatwirtschaftlichen Unternehmen angeben, „KI als nicht relevant“ für das eigene Unternehmen anzusehen, setzen vier Prozent KI tatsächlich im operativen Geschäft ein, weitere zwei Prozent implementieren aktuell Systeme. Immerhin: 17 Prozent der Entscheider planen KI-Einsätze oder testen sie. Und noch eine Zahl: 28 Prozent der Unternehmen schätzen KI für die Zukunft als relevant ein – planen aber keinen Einsatz.

Die KI-affinen Unternehmen indes nutzen die vielfältigen Methoden und Anwendungen der selbstlernenden Technologien, um bereits heute Datenanalysen für Entscheidungsprozesse vorzunehmen (70%), bestehende Geschäftsprozesse zu automatisieren (63%) oder neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln (44%). „Die Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz reichen von der Datenanalyse über Chatbots bis hin zu neuen Dienstleistungen, Produkten und Geschäftsmodellen“, so die Autoren der Studie.

Vor dem Hintergrund operativer Effizienz und der Relevanz von Datenanalysen für Entscheidungsprozesse nimmt die Bedeutung von KI auf die Reputation von Unternehmen einen nachgeordneten Stellenwert ein: Nur 35 Prozent der Entscheider sehen im Einsatz von KI einen Einfluss auf die Reputation von KI-Unternehmen im Markt. Hier gelte es, ein Umdenken einzuleiten, implizieren die Studienautoren. „Der Einfluss von KI auf die Reputation sollte so wichtig sein wie Datenqualität.“