Spezial: AAL

Spezial: AAL

Berlin,  01. Juli 2015


Technische Assistenzsysteme: GdW-Studie zeigt Finanzierungsbedarf auf

Neue Ergebnisse: Technische Assistenzsysteme werden zunehmend in Mietwohnungen eingebaut und genutzt. Unter den Begrifflichkeiten "Ambient Assisted Living (AAL) oder Smart Home" unterstützen sie ältere und körperlich eingeschränkten Menschen dabei, länger sicher, komfortabel und eigenständig in ihrer angestammten Umgebung und in der eigenen Wohnung zu leben.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Technische Assistenzsysteme für ältere Menschen – eine Zukunftsstrategie für die Bau- und Wohnungswirtschaft", die gemeinsam vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem SIBIS Institut für Sozialforschung und Projektberatung GmbH und der InWIS GmbH erstellt wurde. "Aber nicht nur Mieter, sondern auch Wohnungsunternehmen und Gesellschaft profitieren", heißt es in der Zusammenfassung. Auch der Gesundheitsstandort Wohnung werde gestärkt.

Gleichwohl bestehen aber noch wesentliche Hemmnisse für die Verbreitung von technischen Assistenzsystemen, so die Autoren: Häufig fehlt bei potenziellen Anwendern ein Bewusstsein über den Nutzen der Systeme. Zudem sind die Finanzierungsbedingungen aktuell noch schwierig. "Das von der Politik bislang zur Verfügung gestellte Instrumentarium reicht nicht, um den Nutzen von technischen Assistenzsystemen konsequent zu heben", mahnte GdW-Präsident Axel Gedaschko bei der Präsentation der Studie auf einem Fachforum des GdW. Es bedürfe der Entwicklung und Erprobung neuer interdisziplinärer Modelle, in die beispielsweise die Kommunen, Kranken- oder Pflegekassen und System- und Dienstleistungsanbieter mit einbezogen werden sollten. "Konkret empfiehlt sich eine Erweiterung des Leistungskataloges der Pflegekassen um intelligente, IT-gestützte Monitoringsysteme", so der GdW-Chef. Auch sollten Wohnungsunternehmen Investitionszuschüsse für im Rahmen des KfW-Programms "Altersgerecht Umbauen" in Anspruch nehmen können. Steuerliche Anreize für Mieter und Unternehmen sollten diese dabei unterstützen, die entsprechenden Systeme einzubauen.

Die Unternehmen und Verbände im GdW zählen zu den Vorreitern des technikunterstützten Wohnens.

=> Die Studie kann beim GdW unter bestellung@gdw.de zum Preis von 25 EUR erworben werden.