Spezial: AAL

Spezial: AAL

München,  06. Juli 2016


Smart Home: Stadtwerk-Kunden schlechter infomiert als Discounter-Kunden

Eine aktuelle Studie zum Thema Smart Home-Bekanntheit bei Energieversorgern zeigt auf, dass nur jeder Dritte Kunde von Stadtwerken mit dem Begriff vertraut ist. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Beratungsunternehmens Kreutzer Consulting, München, und des Marktforschungsunternehmens Nordlight Research, Hilden. Sie hatten 5.611 Energiekunden im Rahmen der Vertriebskanalstudie Energie 2016 interviewt.

Die Bekanntheit von Smart Home lag demnach bei Kunden der vier großen Konzerne bei 32 Prozent und bei den Stadtwerken bei 34 Prozent. Kunden von Energiediscountern waren am besten informiert: 47 Prozent von ihnen kennen die Bedeutung von Smart Home.

„Angesichts der Ergebnisse verwundert es nicht, dass nur vier Prozent der Smart Home-Nutzer ihr System bei einem Energieversorger gekauft haben“, so Thomas Donath von Nordlight Research. „Als Haupt-Bezugsquellen stellen sich schon heute Internethändler wie Amazon heraus, die insbesondere internetaffine Kunden erreichen.“

Und Geschäftsführer Klaus Kreutzer von der gleichnamigen Beratungsgesellschaft sieht vor diesem Hintergrund die Versorger in der Pflicht: "Versorger, die Smart Home-Systeme erfolgreich verkaufen wollen, müssen sich im Vertrieb zuerst auf die internetaffinen Kunden konzentrieren, denen das Produkt nicht erst erklärt werden muss." Chancen böten sich auch bei Neukunden, denen im Rahmen des Vertragsabschlusses oder kurz danach ein Smart Home-Angebot unterbreitet werden könne. Sein Fazit: "Cross Selling-Potenziale werden von den Versorgern bisher kaum genutzt.“

Im Rahmen der aktuell erschienenen Vertriebskanalstudie Energie 2016 wurden insgesamt 6.931 Haushalte repräsentativ zu ihrer aktuellen Versorgungssituation sowie 1.000 Wechsler und 150 aktuelle Kündiger zum Entscheidungsprozess bei ihrem letzten Wechsel des Strom- oder Gasversorgers telefonisch befragt. Bekanntheit, Nutzung und Bezugsquellen von Smart Home-Systemen und Cross-Selling-Aktivitäten von Energieversorgern wurden im Rahmen einer Sondererhebung unter allen Teilnehmern abgefragt.