Spezial: AAL

Spezial: AAL

Hameln / Bad Pyrmont,  11. Februar 2015


Niedersachsen stellt für 19 Gesundheitsregionen im Land Fördergelder bereit

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat die erste Regionale Gesundheitskonferenz im Rahmen der Gesundheitsregionen ins Leben gerufen. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt betonte anlässlich der Veranstaltung die Bedeutung einer regional koordinierten und gesteuerten Gesundheitsversorgung, die alle Versorgungsbereiche im Blick hat. „Eine vernünftige medizinische Versorgungsstruktur ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Kommune“, so die Ministerin. 

Von insgesamt 48 potentiellen Antragstellern in Niedersachsen sind bereits 28 Anträge eingegangen. Für 19 Antragsteller wurden bereits Fördermittel für einen Strukturaufbau bewilligt. „Das zeigt: Die kommunale Ebene nimmt die Herausforderungen an, die sich aus dem Zusammenwirken von demografischem Wandel und medizinisch-technischen Fortschritt ergeben“, so Rundt. „Das Zusammenspiel von vier Faktoren wird spürbare Auswirkungen auf die örtliche Gesundheitsversorgung haben: der steigende Versorgungsbedarf und das ebenfalls steigende Arbeitsaufkommen in der Pflege und bei den Ärzten vor allem im ländlichen Raum, der sich abzeichnende Nachwuchsmangel in der Medizin und die starke Bindung junger Menschen an städtische Räume.“ 

Das Land stellt den Kommunen für den Zeitraum von 2014 bis 2017 pro Jahr 600.000 Euro für die Gesundheitsregionen zur Verfügung. Weitere 430.000 Euro steuern die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, AOK Niedersachsen, BKK Landesverbandes Mitte und die Ersatzkassen pro Jahr zu. Für den Strukturaufbau pro Landkreis oder kreisfreier Stadt stehen Fördermittel bis zu 25.000 Euro für zwei Jahre bereit.

Als Mindeststandard sollten die Gesundheitsregionen mindestens eine in regelmäßigen Abständen tagende Gesundheitskonferenz, eine von der Verwaltungsspitze der Kommune moderierte regionale Steuerungsgruppe und verschiedene Arbeitsgruppen beinhalten. Im Mittelpunkt des zweiten Förderstranges  steht die Entwicklung regionaler Versorgungsprojekte, die in ihren Grundzügen auf andere Regionen übertragbar sein sollen.