Spezial: AAL

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Berlin,  15. Juli 2019


Mobilität im Alter: Senioren wünschen sich Fahrsicherheitstrainings

Mobilität als Zeichen von Autonomie und Selbständigkeit: Für hochbetagte Menschen stellt das Fahren mit einem eigenen Auto eine Bewegungsfreiheit dar, die es auch im Alter zu bewahren gilt. Geichwohl werden die Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe im Bereich des Dienstleistungs- und des Mobilitätssektors bislang kaum wahrgenommen – und berücksichtigt.

Zu Unrecht, findet das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KWA) – und präsentiert die deutschlandweit erste Untersuchung zur KFZ-Nutzung von Bewohnern von Senioreneinrichtungen. Das Durchschnittsalter der befragten 200 Teilnehmer – wovon noch über 80 Prozent aktiv Autofahren – lag bei über 80 Jahren.

Mit einem überzeugenden Ergebnis: Hochbetagte Autofahrer fühlen sich fit, kennen aber auch ihre Grenzen. Zu den beschwerlichen Momenten und Situationen zählten demnach die Parkplatzsuche und das Einparken, Staus und Rücksichtslosigkeit, Hektik, Egoismus und Unfreundlichkeit sowie eine hohe Verkehrsdichte und das Fahren auf der Autobahn oder bei Dunkelheit. Die hochbetagten Senioren wünschten sich vor diesem Hintergrund auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung bei der Bewältigung dieser Situation – beispielsweise durch Fahr- und Fahrsicherheitstrainings oder durch begleitetes Fahren.

Das KWA, in dessen Senioreneinrichtungen die Umfrage durchgeführt wurde, ist nunmehr auf der Suche nach Beratungs- und Unterstützungsangeboten für ihre autofahrenden Bewohner.