Spezial: AAL

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München,  25. Juni 2019


KI-Studie 2019: Deutsche Firmen nutzen Process Robotic

Deutsche Unternehmen gehen bei der Nutzung von Artificial Intellingence (AI) im Vergleich zu anderen Ländern einen Sonderweg: Sie setzen vor allem auf AI-Technologien wie Process Robotics und Regelbasierte Systeme (67 Prozent). Zudem planen etwa weitere 30 Prozent deren Einsatz. Zu diesem Ergebnis kam die KI-Studie „State of AI in the Enterprise Survey 2019“ von Deloitte.

In den Vergleichsmärkten USA, UK, China, Frankreich, Kanada und Australien haben lediglich 49 Prozent der Unternehmen diese Technologien in der Anwendung. Bei keiner anderen AI-Variante – von Natural Language Processing und Machine Learning über Physische Roboter mit künstlicher Intelligenz, Deep Learning bis zum Affective Computing und Computer Vision – ist die Abweichung vom internationalen Durchschnitt größer, so Studienautor Milan Sallaba.

Zugleich setzten deutsche Unternehmen anstelle von AI-Eigenentwicklungen auf Zukauf: Sie erwerben Algorithmen, Applikationen oder komplette AI-Lösungen entweder „as a Service“ oder als Teil von Software-Lösungen von Tech-Firmen. Die AI-Projekte werden vorwiegend mit externen Spezialisten und internen Ressourcen umgesetzt.

Insgesamt lässt sich festhalten, so das Fazit der Studie, dass der Trend „AI als Dienstleistung“ gewissermaßen zur Demokratisierung von AI beiträgt: Cloudbasierte Lösungen Künstlicher Intelligenz eröffnen auch kleineren Unternehmen, denen oft die benötigten Fachkräfte und Mittel für Eigenentwicklungen fehlen, den Zugang zu der neuen Schlüsseltechnologie. Sallaba: „Die Offenheit deutscher Unternehmen gegenüber Dienstleistungen im KI-Bereich ist potenziell vorteilhaft, denn derartige „off the shelf“ AI-Lösungen versprechen einen schnellen und kostengünstigen Zugang, um neue intelligente Produkte, Services und Geschäftsmodelle entwickeln zu können.“

Bezüglich der Implementierung von Künstlicher Intelligenz fehle es der Mehrheit deutscher Unternehmen gleichwohl an einer unternehmensweiten und detaillierten AI-Strategie: Erst 26 Prozent arbeiten ganzheitlich.


Bild: © PwC