Pflege, Reha & Soziales

Märkte & Unternehmen

Hamburg,  19. September 2018


Wachstum der Gesundheitswirtschaft in Bundesländern divergent verteilt

Die Gesundheitswirtschaft als Branche wächst beständig – und erwirtschaftete im Jahr 2017 zwölf Prozent des Bruttoinlandproduktes (349,8 Milliarden Euro). Das ist das Ergebnis der Publikation „Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen 2017“ des BMWi.

Gegliedert in die Sektoren medizinische Versorgung“ (Kliniken, stationäre Pflege, Reha), „industrielle Gesundheitswirtschaft“ (Arztpraxen, ambulante Kliniken, Pflege) und „weitere Teilbereiche“ (Produktion und Vertrieb von Arzneimitteln, Krankenversicherung, Wellness, Investitionen) verzeichnet vor allem der Bereich der stationären und nicht-stationären Einrichtungen mehr als 50 Prozent der Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft. Die anderen Prozente sind nahezu paritätisch mit 22 Prozent und 24 Prozent aufgeteilt.

Strukturell betrachtet ist der Bereich der medizinischen Versorgung relativ gleichmäßig über Deutschland verteilt. Die industrielle, stark geclusterte Gesundheitswirtschaft wiederum ist vor allem in den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen ausgeprägt, wo sie mit jeweils rund 30 Prozent überproportional zur Gesundheitswirtschaft beiträgt. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern indes zählt die Gesundheitswirtschaft mit jeweils 15 Prozent zu den wertschöpfendsten Branchen im eigenen Bundesland.