Pflege, Reha & Soziales

Forschung & Entwicklung

Leipzig,  15. November 2017


Versorgung: Ernährungsstatus gehört in den Anamnese-Prozess

Der medizinisch-pflegerischer Erfolg einer Behandlungen steht in enger Korrelation zu einer dem Patienten angepassten optimalen Ernährung. Gleichwohl wird der Einfluss einer interdisziplinären Versorgung häufig unterschätzt.

„Viele Erkrankungen gehen mit Einschränkungen in der Nahrungsaufnahme, des Appetits und des Hungergefühls einher“, sagt Prof. Dr. Arved Weimann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Klinikums St. Georg gGmbH, auf der diesjährigen MEDCARE in Leipzig. Doch der Stoffwechsel sei eine Leistung, die Energie brauche, und Ernährungsdefizite könnten Heilungsprozesse wesentlich behindern, führt der Mediziner weiter aus. Deshalb sei das Thema Ernährung sowohl in der Pflege als auch bei der ärztlichen Behandlung von grundlegender Bedeutung – ob ambulant oder stationär.

Sein abschließendes Fazit: „Insgesamt wächst die Sensibilität für den Bereich Ernährung.“ In immer mehr Krankenhäusern gehöre der Ernährungsstatus inzwischen zum Aufnahmeprozess. Vorreiter dieser Entwicklung in Deutschland sei das Klinikum St. Georg, das diesen Prozess bereits im Jahr 2009 einführte.