Pflege, Reha & Soziales

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Stuttgart,  20. August 2019


Thieme beteiligt sich an Start-up Recare

Thieme, Anbieter von Informationen und Services zur Gesundheits­versorgung, beteiligt sich am Berliner Start-up Recare. Die Gesellschaft entwickelt eine Software, die es Krankenhäusern ermöglicht, pflegebedürftige Patienten nach der Entlassung unmittelbar in eine geeignete Pflegeeinrichtung zu überführen. Das gewährleistet, dass Patienten nach der Entlassung optimal versorgt sind und unverhältmäßig lange Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Für Thieme stellt das Recare-Angebot einen weiteren Baustein innerhalb der Versorgungsprozesse vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt dar, den das Unternehmen mit verschiedenen Informations- und Serviceleistungen unterstützt. 

Hintergrund: Zwischen 20 bis 30 Prozent aller Patienten benötigen nach einem  Krankenhausaufenthalt vorübergehend oder dauerhaft Betreuung in einer Pflegeeinrichtung. Für Krankenhäuser stellt es sich häufig sehr aufwendig dar, für Patienten geeignete und freie Pflegeplätze zu finden. Das kostet Zeit, die in der Patientenversorgung fehlt und verursacht Kosten für die Krankenhäuser. 

Die im Jahr 2017 gegründete Firma Recare setzt an dieser Stelle an: In einer Datenbank mit mehr als 8.500 registrierten Pflegeeinrichtungen sind aktuell freie Bettenkapazitäten und spezielle Leistungen verzeichnet. Kliniken können über die Plattform geeignete Anbieter für Patienten mit ihrem speziellen Krankheitsbild auswählen und Anfragen stellen. Anhand erster übermittelter Patientendaten prüfen die angeschriebenen Einrichtungen, ob sie dem Patienten einen für sein Pflegeprofil passenden Platz anbieten können. Kliniken bekommen innerhalb kürzester Zeit Rückmeldung und können dem geeigneten Nachsorger die Überleitung mit einem Klick bestätigen. Der mit einem selbst lernenden Algorithmus hinterlegte Prozess sorgt für erfolgreiche Überleitungen und Aufnahmen beim ausgewählten Nachversorger.