Pflege, Reha & Soziales

Technologien & Anwendungen

Haßfurt,  10. Januar 2017


Hygienische Warmwasserbereitung ohne Speicherung schützt vor Keimen

Die Gesundheit von Patienten in Healthcare-Einrichtungen hat für Eigentümer und Betreiber von Immobilien höchste Priorität. Speziell in Kliniken, Hotels, Wohn- und Pflegeheimen muss die Trinkwasser-Qualität unbedenklich sein. Die Einhaltung der gesetzlichen Standards und Hygienevorschriften liegt dabei in der Verantwortung der Betreiber.

Umfassenden Schutz vor Verkeimung in allen Leitungen - vom Keller bis zu den Entnahmestellen - bietet beispielsweise die Systemlösung des Versorgungstechnik-Spezialisten Uponor, Haßfurt: Zentrale Frischwasserstationen liefen punktgenau das benötige Warmwasser, welches über eine Durchschleif-Ringinstallation stagnationsfrei auf den Etagen verteilt wird. Sind Zimmer zeitweise nicht belegt, sorgt das Smatrix Aqua PLUS Hygiene-Spülsystem für den erforderlichen Wasseraustausch. Gleichzeitig lassen sich mit dem System die Betriebsparameter in der ganzen Trinkwasser-Installation zuverlässig überwachen und dokumentieren - auch für mehrere Gebäude gleichzeitig. Mit dem Ergebnis: Stagnationen im Trinkwasser werden vermieden und erforderliche Wassertemperaturen eingehalten.  


Hygienische Warmwasserbereitung ohne Trinkwasserspeicher

Und so funktioniert es: Das im Gebäude benötigte Warmwasser wird unmittelbar in der Heizzentrale mithilfe von einer oder mehreren Frischwasserstationen des Tochterunternehmens KaMo erzeugt. Die Anlagen verfügen über leistungsfähige Wärmetauscher und erwärmen im Durchflussprinzip genau so viel Trinkwasser, wie aktuell erforderlich ist. Auf diese Weise entfällt die sonst übliche Bevorratung im Warmwasserspeicher, welcher wiederum ein Stagnationsrisiko barg und permanent auf Temperatur gehalten werden mußte.

Stattdessen versorgt der Heizungs-Pufferspeicher die Frischwasserstationen direkt mit Wärme. Auf diese Weise wird eine Verkeimung ausgeschlossen und gleichzeitig ein hoher Warmwasserkomfort durch eine flexible Dimensionierung möglich. Je nach Bedarf lassen sich bis zu drei Frischwasserstationen parallel betreiben, wobei alle Module für eine sichere Hygiene permanent durchströmt werden. Gleichzeitig kann so die Warmwasserversorgung auch bei Wartungsarbeiten weiterhin aufrechterhalten werden.  


Optimale Stockwerksverteilung mit Durchschleif-Ringinstallation

In Wohn- und Pflegeheimen, Kliniken oder Hotels werden in der Regel zwei nebeneinander liegende Bäder über einen Leitungsschacht versorgt. Optimale Voraussetzungen für die hygienische Verteilung des kalten und warmen Trinkwassers bietet an dieser Stelle eine Durchschleif-Ringinstallation: Zwei Leitungsringe, die durch beide Bäder geführt werden, verbinden dabei sämtliche Verbraucher. Die Entnahmestellen werden auf diese Weise stets aus zwei Richtungen gespeist, wodurch das Wasser in den Leitungen bei jedem Zapfvorgang komplett ausgetauscht wird und Stagnationen bei normalem Verbrauchsverhalten ausgeschlossen sind. Gleichzeitig können dadurch kleine, einheitliche Rohrdurchmesser verwendet werden, was sowohl den Wasserinhalt minimiert als auch eine einfache Installation ermöglicht.