Pflege, Reha & Soziales

Pflege, Reha & Soziales

Hannover,  24. März 2017


Pflegekammer Hannover: Einrichtungsausschuss nimmt Arbeit auf

Niedersachsen erhält eine Pflegekammer: Ende März 2017 tritt der Einrichtungsausschuß zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und startet zugleich mit der Wahl des Vorstands und der Arbeit. Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll er die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen für die Arbeit der Pflegekammer schaffen. Der Entwurf des Gesetzes zur Errichtung einer Pflegekammer in Niedersachsen wurde Ende 2016 im Landtag verabschiedet.

Die Kammer soll als demokratisch legitimiertes Organ die berufspolitische Vertretung der Pflegekräfte im Land sein. Ziel sei es, so die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt auf der Sitzung des Niedersächsichen Landtags am 12. Dezember 2016, für alle niedersächsischen Pflegefachkräfte zu sprechen. "Die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen erhält damit endlich die Macht und die Möglichkeit, sich wirksam in die Gremien und Prozesse der Berufs- und Gesundheitspolitik einzubringen."

Die rund 70.000 niedersächsischen Altenpfleger, Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpfleger werden sich in der Pflegekammer pflichtversichern müssen. Für Nicht-Fachkräfte mit einer mindestens einjährigen pflegerischen Ausbildung sehe das Gesetz die Möglichkeit eines freiwilligen Beitritts vor, der ihnen den Zugang zu den Beratungs- und Informationsangeboten der Kammer eröffne.

Die erste Pflegekammer bundesweit wurde im Jahr 2016 in Rheinland-Pfalz eingerichtet. Weitere Länder wollen folgen; Schleswig-Holstein hat bereits im Dezember 2015 einen Errichtungsausschuß initiiert mit dem Ziel, im Sommer 2018 mit der Kammerarbeit zu starten.