Pflege, Reha & Soziales

Forschung & Entwicklung

Berlin,  30. Januar 2019


Pflegebildung im Vergleich: „Ein Mix an Qualifikationen ist erforderlich.“

Die Pflege in Deutschland geht im Vergleich zu anderen Ländern einen berufs- und bildungsrechtlichen Sonderweg – zum Nachteil der Pflege.

Der Grund: Anders als in Großbritannien, Kanada, Schweden oder in den Niederlanden sind für die Berufsausübung und Qualifizierung keine Registrierungs- und Fortbildungspflicht oder erweiterte Kompetenzen notwendig. In Deutschland gibt es beispielsweise in Krankenhäusern weniger Pflege-Fachpersonal (23,6 %) als in den Vergleichsländern (46,2 % - 75,5 %). Unter ihnen sind zudem kaum graduierte Pflege-Experten. Dafür zeichnet sich die Branche im Land durch mehr Pflegepersonal mit einer mindestens einjährigen Ausbildung aus.

Das soll sich ab dem kommenden Jahr ändern – zumindest in Teilen: „Mit Einführung des PflBG sind im Jahr 2020 in einigen Bereichen moderate Änderungen zu erwarten“, sagt Prof. Dr. Michael Ewers, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewirtschaft an der Charité. „Die hochschulische Qualifizierung soll demnächst den regelhaften Zugang zur Berufszulassung regeln und (begrenzte) Aufgabenbereiche umfassen.“