Pflege, Reha & Soziales

Technologien & Anwendungen

München,  10. Dezember 2018


Bayern fördert den Einsatz von Pflege-Robotern in Einrichtungen

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml treibt den Einsatz moderner Technik zur Entlastung von Pflegekräften voran. Mithilfe einer Förderung in Höhe von rund 36.000 Euro unterstützt das Land ein Modellprojekt, das in der Caritas Sozialstation St. Johannes im unterfränkischen Erlenbach umgesetzt wird.

Das Projekt sieht in einem ersten Schritt die Schulung der Mitarbeiter in der Tagespflegeeinrichtung im Umgang mit dem Pflege-Roboter "Pepper" vor. Der Einsatz wird wissenschaftlich begleitet und durch die Friedrich-Schiller-Universität Jena evaluiert. Während der Evaluation sollen neue Applikationen entwickelt und deren Anwendung im Praxisbereich in der Tagespflege getestet und weiter entwickelt werden.

Ministerin Huml: "Durch die Übernahme von Routineaufgaben durch den Pflegeroboter soll das Personal der Tagespflegeeinrichtung von immer wiederkehrenden Abläufen entlastet werden. Damit bleibt mehr Zeit für die individuelle Betreuung und Pflege der pflegebedürftigen Menschen. Wichtig ist vor allem, dass im Rahmen des Modellprojekts auch bestehende Vorbehalte gegenüber der modernen Technik abgebaut werden."

Der Pflege-Roboter "Pepper" soll Fachleuten zufolge in der Lage sein, den täglichen Pflegealltag des Personals durch die Übernahme von einfachen, wiederkehrenden Tätigkeiten zu erleichtern. Er könne mit Pflegebedürftigen und Pflegekräften kommunizieren und Emotionen anhand von Körpersprache, Mimik und Stimmlage interpretieren und darauf reagieren. Mit dem Roboter ließen sich auch Beschäftigungsangebote für die Pflegebedürftigen realisieren, beispielsweise Gesellschaftsspiele oder Musikhören.