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Köln,  09. März 2017


Anzahl der Kooperationsverträge zwischen Zahnärzten und Pflegeheimen steigt

Wachsende Zusammenarbeit: Die Zahnärzteschaft ist auf dem Weg, eine flächendeckende zahnmedizische Versorgung für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung umzusetzen. Das zeigen aktuelle Zahlen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Köln.

Ziel ist es, die Anzahl an Kooperationsverträgen zwischen Zahnärzten und stationären Pflegeeinrichtungen zu steigern. Bis Ende 2016 ließen sich bundesweit 3.218 Verträge nachweisen. Das entspricht einen Zuwachs von 610 Verträgen im Vergleich zum Vorjahr.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: "Bei derzeit 13.596 Pflegeheimen in Deutschland ergibt das eine Abdeckung von etwa 24 Prozent." Auch Einrichtungen, die bislang noch keinen Vertrag geschlossen hätten, könnten durch die vorgesehenen Möglichkeiten der aufsuchenden Betreuung jedoch ebenfalls jederzeit eine hochwertige zahnmedizinische Versorgung in Anspruch nehmen.

Eßer kündigte zusätzliche Informationsmaßnahmen für Heimbetreiber und Zahnärzte an, um den Bekanntheitsgrad der aufsuchenden Versorgung weiter zu steigern.


Positive Entwicklung auch bei der Gesamtzahl der Besuche
Neben dem stationären Sektor in Heimen sind Zahnärzte auch bei der Betreuung von Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld aktiv. Seit der Einführung zusätzlicher Leistungen für die aufsuchende Versorgung haben gesetzlich Versicherte einen verbrieften Anspruch auf den Zahnarztbesuch in den eigenen vier Wänden, wenn sie eine Praxis nicht mehr selbst erreichen können.

Die Gesamtzahl der Besuche in Heimen und zu Hause stieg im Jahr 2016 auf etwa 902.000 und damit um 5,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Das ergibt sich aus Hochrechnungen der ersten drei Abrechnungsquartale 2016. Die meisten Besuche entfielen dabei mit 84,6 Prozent auf Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung (Jahr 2015: 81,9 Prozent).