Pflege, Reha & Soziales

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Darmstadt,  31. August 2017


Agaplesion Elisabethenstift initiiert Demenznetzwerk Darmstadt

Das Agaplesion Elisabethenstift, Darmstadt, will sich zu einem „demenzsensiblen Krankenhaus“ entwickeln und strebt eine verbesserte Verzahnung von ambulanten, teil- und vollstationären Angebote für Demenzkranke in der Region an. Zur Erreichung dieses Zieles wurde kürzlich das Demenznetzwerk (DemDa) gegründet. Es soll dazu beigetragen, ungeplante, kostenintensive und stationäre Aufenthalte zu vermeiden und Komplikationen zu minimieren.

Erste Projekte sollen in den kommenden Wochen initiiert werden. Angedacht ist beispielsweise eine Hotline, die Hausärzten mit fachärztlichem Rat zur Seite steht. Angegliedert werde könnte diese an der psychiatrischen Klinik des Agaplesion Elisabethenstifts, heißt es aus dem Haus. Weitere Projekte könnten die Etablierung eines aufsuchenden Beratungsangebotes für Patienten mit der Entlassungsdiagnose Demenz nach stationärer Behandlung sein oder die Einrichtung eines ambulanten klinischen Notfallscreenings bei demenzassoziierten Krisen. Um Angehörige zu entlasten und Interessierte zu qualifizieren werden Fortbildungsveranstaltungen und Vortragsreihen geplant.

Ausgangspunkt für die Gründung von DemDa waren die Ergebnisse einer Bedarfsanalyse aus den Jahren 2016 und 2017, die in der Konseqenz zu einer verbesserten Krisenbewältigung bei akut somatischen erkrankten Menschen führen soll. Sie wurde zusammen mit lokalen Netzwerkpartnern erarbeitet und durch das Hessischen Ministerium gefördert.

Partner des Demenznetzwerks in Darmstadt sind die lokalen Akteure im Gesundheitswesen, wie Haus- und Fachärzte, Kliniken, ambulante Dienste und Einrichtungen der stationären Altenhilfe. Beteiligen werden sich auch niedergelassene Therapeuten, die Beratungsstelle des Demenzforum Darmstadt e.V., die Stadt Darmstadt mit dem Amt für Soziales und Prävention sowie Angehörigengruppen.