MedTech

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Berlin,  12. August 2016


Vanguard AG verkauft Geschäftsbereich Sterilgutversorgung

Die Vanguard Unternehmens-Gruppe, Berlin, hat ihre Tochtergesellschaft Vanguard Integrierte Versorgungssysteme GmbH (IVS) rückwirkend zum 1. Juli 2016 an den Wettbewerber cleanpart healthcare GmbH, Duisburg, verkauft. Das Medizintechnik-Unternehmen trennt sich damit im deutschsprachigen Raum vom Geschäftsfeld „Aufbereitung von Mehrweg-Medizinprodukten“ (ZSVA).

Im ZVSA von Vanguard wurde das Management von kundeneigenen, zentralen Sterilgutversorgungsabteilungen, der Betrieb der ZSVA-Abteilungen von Kunden und die externe Sterilgutversorgung aus eigenen Betriebsstätten in Essen und Berlin betrieben. Vom Verkauf betroffen ist auch die Vanguard Akademie, in der Fort- und Weiterbildungsangebote gebündelt wurden.

Nicht betroffen von der Veräußerung sind die Aktivitäten des Geschäftsfeldes „Aufbereitung von Mehrweg-Medizinprodukten“ in Frankreich, die Dienstleistungsangebote und Beratungslösungen zum Qualitätsmanagement, zur ZSVA- und Prozesssteuerung sowie die integrierten Softwarelösungen, die unter dem Namen SPMI Integra weiterhin von Vanguard vermarktet und entwickelt werden.

Hintergrund des Verkaufs ist die verstärkte Strategie-Fokussierung des Unternehmens auf technologische  Lösungen im Bereich Hygiene und Aufbereitung mit Schwerpunkt auf komplexe Medizinprodukte. Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstand Vanguard, sieht in diesem Geschäftsfeld einen nachhaltigen und wachsenden Bedarf: „Das Gesundheitswesen steht unter zunehmendem Kostendruck. Finanzielle und ökologische Rahmenbedingungen erfordern Lösungen für die qualitätsgesicherte, nachhaltige und wirtschaftliche Aufbereitung auch von komplexen Medizinprodukten." Vanguard sei im Bereich Spezialaufbereitung hochwertiger und komplexer Medizinprodukte europäischer Marktführer. Ziel sei es, diese Position weiter auszubauen und neue globale Märkte zu erschließen.