MedTech

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Duderstadt,  13. Mai 2019


Ottobock soll Akquisition von Freedom Innovations rückgängig machen

Das Unternehmen Ottobock, Orthopädie-Hersteller aus Duderstadt, soll seine im Jahr 2017 getätigte Akquisition der US-Firma Freedom Innovations rückgängig machen. Das Unternehmen hatte den Technologiespezialisten für Beinprothesen für 71,5 Millionen Euro erworben.

Die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) hat nun in der ersten Instanz entschieden, dass dieser Deal zu einer marktbeherrschenden Position führen könnte und in der Konsequenz die Annullierung des Vertrages angeregt.

Konkret empfiehlt der FTC-Verwaltungsrichter der Kommission, bestimmte Vermögenswerte aus Freedom Innovations auszugliedern. Begründung: "Das deutsche Unternehmen würde sonst zum beherrschenden Anbieter für mikroprozessorgesteuerte Knieprothesen in den USA aufsteigen", schreibt das deutsche ´Handelblatt´ über die Urteilsbegründung.

In einer eigenen Stellungnahme auf der Hompage des Unternehmens erklärt Ottobock den Kauf von Freedom Innovations im September 2017 mit dem Ziel, "die Vielfalt und technologische Basis des Angebots prothetischer Produkte zugunsten von Amputierten und Verbrauchern zu stärken." Die erste FTC-Entscheidung sei aus Sicht von Ottobock enttäuschend.

Das Unternehmen kündigt an, jedoch weiterhin mit der FTC zu kooperieren, um eine für alle Seiten förderliche Lösung zu finden. Es werde alle Möglichkeiten prüfen, um das Unternehmensziel zu schützen, den Kunden mehr Auswahl zu bieten, die Produktqualität zu steigern und Innovationen vorantreiben zu können.