MedTech

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Gütersloh,  16. Juni 2017


Miele expandiert im Medizingeschäft und baut Medizintechnik-Sparte aus

Der Hausgerätehersteller Miele, Gütersloh, hat die Mehrheit der Anteile am italienischen Medizintechnik-Hersteller Steelco erworben. Mit dem Erwerb wächst die Medizintechnik-Sparte der Miele Gruppe um rund ein Drittel auf ca. 250 Mio. Euro Umsatz pro Jahr. Übergreifendes Ziel ist es, den Kunden ein wachsendes Produktportfolio und erweiterte Services zu bieten. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

Mieles öffenlich eher unbekannte Medizinsparte umfasst unter anderm die Herstellung von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für medizinische Einrichtungen und Labore sowie das Projektgeschäft zur Planung und Ausstattung der zentralen Sterilgutversorgung (ZSVA) in Kliniken.

„Gemeinsam mit Steelco können wir unseren Anspruch auf die Qualitäts- und Innovationsführerschaft jetzt mit einem deutlich vergrößerten Produktportfolio verbinden und so unsere Marktposition weiter ausbauen“, sagt Andreas Barduna, kaufmännischer Leiter des Geschäftsbereichs Miele Professional. Den Geschäftsbereich Hausgeräte hinzugerechnet, erzielte die Miele Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 3,71 Mrd. Euro und beschäftigt heute 19.400 Mitarbeiter weltweit.

Die von Steelco produzierten Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte sind überwiegend für den Einsatz in Kliniken und in der Pharmaproduktion bestimmt und im Markt etabliert. Das 1998 gegründete Familienunternehmen hat seinen Sitz in Riese Pio X in der norditalienischen Provinz Treviso. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 71 Mio. Euro und beschäftigt etwa 400 Mitarbeiter. Die jährliche Wachstumsrate liegt im zweistelligen Bereich. Die Gründer und Gesellschafter des Unternehmens werden nach der Mehrheitsübernahme durch Miele weiterhin im Unternehmen verbleiben.