MedTech

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Nürnberg,  20. März 2017


Deutscher Markt für Hörgeräte wieder auf Wachstumskurs

Der Markt für Hörgeräte in Deutschland hat sich im Jahr 2016 positiv entwickelt und konnte den Rückgang im vergangenen Jahr wieder wettmachen. Insgesamt verkaufte die Branche in 2016 1,24 Millionen Hörgeräte und verzeichnete damit ein Wachstum von 5,5 Prozent. Der Gesamtumsatz wuchs aufgrund erhöhter Durchschnittspreise um elf Prozent auf 1,42 Milliarden Euro. Der Preisanstieg lag bei 56 Euro pro Gerät, welches im Jahr 2016 rund 1.142 Euro kostete. Das ist das Ergebnis des GfK Hörgerätepanels 2016, Nürnberg.

Zur umsatzstärksten Bauform zählten erstmals die Receiver-in-Canal-Geräte (RIC), die es auf einen Umsatz von 46 Prozent brachten. Bei den RIC handelt es sich um ein hinter dem Ohr getragenes Hörgerät, bei dem die vollständige Technik direkt im Gehörgang platziert ist.

Am dynamischsten wuchs weiterhin das Segment der Hörgeräte, die im Ohr getragen werden (IdO). Der Umsatz mit dieser Bauform steigerte sich in 2016 um 27 Prozent auf einen Anteil von elf Prozent am Gesamtumsatz.

Sowohl bei den RIC- als auch bei den IdO-Geräten zeichnete sich ein deutlicher Trend hin zu technisch hochwertig ausgestatteten Modellen ab. Dies trug maßgeblich zur Erhöhung des Gesamtdurchschnittspreises im Hörgerätemarkt bei. Dagegen ergaben sich bei den Hinter-dem-Ohr-Geräten (HdO) kaum Veränderungen. In dieser Bauform werden weiterhin überwiegend Geräte innerhalb des Zuzahlungsrahmens der gesetzlichen Krankenkassen verkauft.

Die in 2016 beobachteten Marktentwicklungen unterstreichen die Umsatzmöglichkeiten der neuen Bedien- und Komfort-Features, die sich immer stärker im Markt etablieren – sowohl für Hersteller als auch für die Hörakustikhändler.