Medizin & Krankenhaus

Forschung & Entwicklung

21. August 2015


UKSH erhält Fördergelder zur Entwicklung einer neuen Herzklappenprothese

Zweites erfolgreiches KMU-Innovativ-Verbundprojekt: Die Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des UKSH am Campus Lübeck hat in einem Konsortium Fördergelder im Umfang von 1,6 Mio. Euro für die Entwicklung einer neuen Herzklappenprothese eingeworben. Die Fördergelder werden im Rahmen der Fördermaßnahme „Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung" (VIP) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bereitgestellt.

Ziel des Projektes ist es, eine neuartige dreiflügelige mechanische Herzklappenprothese zu entwickeln, die eine lebenslange Haltbarkeit aufweist. Sie soll ferner die bei bisher implantierten mechanischen Herzklappen notwendige Einnahme des blutverdünnenden Medikamentes Marcumar obsolet machen, die bislang die Bildung von Gerinnseln an der Klappe verhindern hilft. Durch die Generierung eines neuen Klappentyps sollen ferner bekannte Probleme wie hörbare Klappengeräusche beseitigt werden.

„Wir freuen uns sehr, dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Firma DOT aus Rostock und der Firma Hoffmann & Hoffmann aus Hannover beginnen zu können“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Hans-Hinrich Sievers. „Wenn die seit Jahren durchgeführten Studien in diesem Bereich jetzt durch dieses dreijährige Projekt endgültig positiv abgeschlossen werden können, wird die Vermarktung von entscheidender Bedeutung sein, um in unserem Land Arbeitsplätze durch Universitätsforschung zu schaffen“.

In der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Campus Lübeck werden jährlich rund 600 Herzklappen eingesetzt.