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Braunschweig,  26. Oktober 2019


Rettungsdienst und Klinik in Braunschweig nutzen digitales Notfallportal

Kooperation und Effizienz: Der Rettungsdienst Braunschweig und die Krankenhäuser der Stadt haben sich für die gemeinsame Nutzung eines digitalen Notfallportals entschieden. Beteiligt sind neben dem Rettungsdienst die Notaufnahmen des Klinikums Braunschweig, des Krankenhauses Marienstift und des Herzogin-Elisabeth-Hospitals.

Ziel des Portals ist es, die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und den weiterversorgenden Krankenhäusern zu optimieren, meint Dr. Thomas Bartkiewicz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Braunschweig. „Zugleich ist das Notfallportal ein Meilenstein, weil erstmals alle Krankenhäuser in Braunschweig eingebunden sind.“

Das internetbasiertes System zeigt Behandlungs- und Bettenkapazitäten der beteiligten Krankenhäuser an und vermittelt lebenswichtige Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten zur richtigen Zeit. Wolfgang Jitschin, Geschäftsführer des Krankenhauses Marienstift: "Neben den freien Kapazitäten zeigt es auch deren jeweilige medizinischen Fachbereiche und speziellen Behandlungsmöglichkeiten auf. Die detaillierten Informationen werden dem Rettungsdienst über eine webbasierte Schnittstelle an den Einsatzort übermittelt." Insgesamt werde dabei zwischen rund 180 Diagnosegruppen unterschieden. Das Rettungsdienstpersonal kann neben der geeigneten Klinik auch die zeitaktuelle Auslastung der Aufnahmestation prüfen.

„Für den Braunschweiger Rettungsdienst stellt das Notfallportal der Krankenhäuser einen großen Gewinn dar“, resümiert Dr. Andreas Höft, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes bei der Feuerwehr Braunschweig. „Durch die organisationsübergreifenden Absprachen der Krankenhäuser hat sich die Leistungsfähigkeit zur Aufnahme von Notfallpatienten erhöht. Das ist ein enormer Zugewinn für die Braunschweiger Bürger und das Rettungsdienstpersonal“, so Höft weiter. 

Die App wurde von skbs.digital, einer Tochtergesellschaft des Klinikums Braunschweig, entwickelt. Im Jahr 2020 soll das System im webbasierten Interdisziplinären Versorgungsnachweis IVENA eHealth untergebracht werden.


Bild: © Rettungsdienst Braunschweig