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Dresden,  28. Dezember 2018


Parken & Tanken: Uniklinikum Dresden richtet sechs E-Tankstellen für Patienten und Gütertransporte ein

Parken & Tanken: Uniklinikum Dresden richtet sechs E-Tankstellen für Patienten und Gütertransporte ein   Auf dem Weg zum ganzheitlichen Klimaschutz: Im Rahmen der Carus Green Umweltinitiative des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden sind Anfang Dezember 2018 sechs E-Tankstellen zum Auftanken von Elektrofahrzeugen auf dem Klinikgelände installiert worden. Die Ladestationen sind mit Stellplätzen verbunden, sodass während des Parkens gleichzeitig ein Tanken möglich ist. Die Plätze im Parkhaus können von Mitarbeitern im Patienten- und Sachguttransport sowie von Klinikangestellten, Kunden und Gästen genutzt werden. Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand: „Mit den E-Tankstellen bauen wir unsere Aktivitäten für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit weiter aus.“

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Dresden (Drewag) und der Enso Energie Sachsen Ost (Enso) realisiert, die gleichzeitig das Betreibermanagement übernehmen. Die sechs Elektroladesäulen, sogenannte Wallboxen, werden mit reinem Ökostrom betrieben. Sie liefern bis zu 22 kW/h und sind sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, einsatzbereit. Bezahlt wird der Ladevorgang per App, E-Charging oder Plugsurfing. Abgerechnet werden kann auch über das Stromticket der Drewag, spezielle Ladeschlüssel oder unterschiedliche Ladekarten der Autohersteller. Die Parkgebühr ist separat zu entrichten.

Die Kosten zum Bau der Ladestationen betrugen rund 31.000 Euro. Über die Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erhielt das Uniklinikum Dresden eine Förderung von rund 40 Prozent.

Hintergrund: Für das Uniklinikum als Maximalversorger spielt die Ressourcenschonung eine große Rolle. Monika Brandt, Umweltbeauftragte und Koordinatorin der vom Vorstand des Klinikums unterstützten Umwelt­initiative Carus Green: „Unser Haus ist ein großer Ressourcenverbraucher.“ Speziell das Transportwesen, das Pa­tiententransporte, die Versorgung mit Medikamenten und Verbandsmaterialien, Labortransporte, Essensverpflegung oder das Entsorgungsmanagement umfasst, würden eine gut funktionierende Logistik erfordern. Der Fuhrpark des Klinikums umfasst rund 60 Autos, die im Jahr 2017 insgesamt knapp 600.000 Kilometer zurückgelegt hatten. Aktuell weisen Dieselfahrzeuge den größten Anteil der Flotte aus. An der Umstellung werde gearbeitet, heißt es aus dem Haus. Bereits vier E-Fahrzeuge seien für Hausbesuche des Teams vom Palliativzentrum, für das Medizinische Versorgungszentrum und zur Belieferung auf dem Klinikgelände und in der Stadt unterwegs. Weitere sollen folgen.


Bild: © Uniklinikum Dresden