Medizin & Krankenhaus

Forschung & Entwicklung

Lübeck,  23. August 2019


Norddeutschland plant Kompetenzzentrum für KI in der Medizin

Ein norddeutscher Forschungsverbund bewirbt sich im Wettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ um die Einrichtung eines KI-Kompetenzzentrums für die Medizin. Ausrichter ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Das Projekt und den Förderantrag stellten die Universitäten Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz mit Unterstützung der Landesregierungen von Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen am 15. August 2019 in Kiel vor. Bei dem Fördervolumen handelt es sich um eine Investitionssumme von rund zehn Millionen Euro. An dem Konsortium sind vier Hochschulen, zwei Forschungseinrichtungen, zwölf Unternehmen und zwei Kliniken aus Norddeutschland beteiligt. Die Leitung soll die UniTransferKlinik Lübeck übernehmen.

Das Konzept „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-SIGS) will dem mit der Digitalisierung einhergehenden Strukturwandel von Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft Rechnung tragen. Grund: Die zunehmende Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft, Medizin und Medizintechnik lässt die Anzahl an großen, heterogenen, komplexen und teilweise unstrukturierten Datensätzen in allen Bereichen der Lebenswissenschaften rasant ansteigen. Diese Daten bergen großes Potenzial für intelligente Gesundheitssysteme und adaptive selbstlernende KI-Technologien.