Medizin & Krankenhaus

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Heidelberg, Göttingen, Hannover ,  15. Juli 2017


Konsortium HiGHmed erhält 30 Mio Euro BMBF-Förderung zur Entwicklung neuer medizininformatischer Lösungen zur Gesundheitsversorgung

Start der Medizininformatik-Initiative des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Mit einer Gesamtförderung von 150 Millionen Euro sollen wachsende medizinische Datenschätze – von Röntgenbildern bis hin zu Erbgut-Analysen – in einer nationalen Infrastruktur verknüpft werden. Ziel ist es, neues Wissen für eine bessere Gesundheitsforschung und Versorgung zu gewinnen.

Das Konsortium HiGHmed (Heidelberg-Göttingen-Hannover Medizininformatik), das drei international führende und komplementär aufgestellte Standorte der Universitätsmedizin verbindet, zählt zu den vier geförderten Konsortien bundesweit. Sie erhalten rund 30 Millionen Euro aus dem Fördertopf. Von der Fördersumme gehen rund 13,6 Mio. Euro nach Niedersachsen, davon an die Universitätsmedizin in Göttingen etwa 7 Mio. Euro und an die MHH in Hannover rund 6,6 Mio. Euro.

HiGHmed verfolgt zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und weiteren Partnern das Ziel, durch neue medizininformatische Lösungen und einen übergreifenden Datenaustausch Krankenhausinfektionen besser zu bekämpften sowie Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen durch personalisierte Ansätze wirkungsvoller zu behandeln.

HiGHmed-Konsortialführer Prof. Dr. Roland Eils, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg: "Im Rahmen von HiGHmed haben wir ein Konzept entwickelt, wie wir die neuesten Informationstechnologien einsetzen können, um Forschungsergebnisse aus der Genomforschung oder Daten von tragbaren Sensoren schnell zum Nutzen des Patienten bringen zu können. Und Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandssprecher und Vorstand Forschung und Lehre der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ergänzt: "Was wir brauchen, sind intelligente Lösungsstrategien, die über einzelne Standorte hinausgehen."

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wiederum bringt neben der Expertise in der Krankenversorgung und Forschung das Fachwissen aus dem Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik ein, dass die MHH gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig betreibt. „Wir brauchen innovative IT-Ansätze, um die Versorgung jedes einzelnen Patienten zu verbessern, das Gesamtsystem zu optimieren und der Forschung die bestmöglichen Daten für die Medizin von morgen bereitzustellen", betont MHH-Präsident Prof. Dr. Christopher Baum.