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Kassel,  18. September 2019


Gesundheit Nordhessen richtet sich neu aus

Die Gesundheit Nordhessen (GNH) steht vor einer strategischen Neuausrichtung. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region auf hohem Niveau zu erhalten und die wirtschaftliche Basis des Unternehmens langfristig zu sichern. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nach Unternehmensangaben nicht geben. Der Aufsichtsrat der Gesundheit Nordhessen hat der Neuausrichtung zugestimmt. „Damit ist ein erster wichtiger Meilenstein erreicht“, so der GNH-Aufsichtsratsvorsitzende, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle.

Mit der Neuausrichtung reagiere die GNH unter anderem auf neue gesetzliche Vorgaben und die nicht ausreichenden Fördermittel für Investitionen in Krankenhäuser. Der Grund: Allein mit dem Neubau des Zentrums für seelische Gesundheit in Kassel und der Kreisklinik Hofgeismar stünden bei der GNH Investitionen in Höhe von 75 Millionen Euro an. Diese seien nur teilweise durch Fördermittel gedeckt. Ein weiteres Problem, das gleichwohl alle Krankenhäuser in Deutschland betreffe, entstehe ab Januar 2020 durch das  Pflegepersonalstärkungsgesetz, wonach die Krankenhäuser in Vorleistung treten müssten. Auf die GNH kämen somit ein monatlicher Betrag von rund zwei Millionen Euro zu.

Für die medizinische Versorgung in der Region wurde ein Konzept entwickelt, das einerseits dem Versorgungsbedarf der Bevölkerung sowie dem Qualitätsanspruch und andererseits der wirtschaftlichen Situation der GNH-Standorte in der Region Rechnung trägt.