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Berlin,  12. Juni 2019


Deutschland und Frankreich unterzeichnen Vertrag zur grenzübergreifenden Gesundheitsversorgung

Grenzübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen: Deutschland und Frankreich arbeiten in der Gesundheitsversorgung zusammen. Das ist das Ziel der MOSAR-Vereinbarung, die Vertreter aus Deutschland und Frankreich am 12. Juni 2019 im französischen Forbach unterzeichneten. Die Bewohner der Region an Saar und Mosel sollen sich künftig ohne vorherige Genehmigung in Krankenhäusern auf beiden Seiten der Grenze behandeln lassen können.

Mit der MOSAR-Kooperation wird eine ganze Zone geschaffen, innerhalb der Versicherte in teilnehmenden Krankenhäusern Leistungen in Anspruch nehmen können. In einem ersten Schritt können sich französische Patienten in deutschen Kliniken im Bereich Kardiologie und Neurochirurgie behandeln lassen. Auf französischer Seite sollen weitere Leistungsbereiche wie Nuklearmedizin und Rehabilitation folgen.

Zur Grenzregion gehören der Regionalverband Saarbrücken und die beiden Gemeinden des Saarpfalz-Kreises Gersheim und Mandelbachtal sowie in Frankreich die Gemeinden des Ostmosel-Verbunds (Groupement hospitalier territorial 9), darunter Forbach und Sarreguemines.

Die rechtliche Grundlage für die Vereinbarung ist das deutsch-französische Rahmenabkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen aus dem Jahr 2005.

Die Vereinbarung wurde unterzeichnet von Monika Bachmann (CDU), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlands, Christophe Lannelongue, Generaldirektor der Agence Régionale de Santé Grand Est, Charlotte Britz, Präsidentin des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit Eurodistrict SaarMoselle sowie Vertretern von Krankenhäusern und Krankenkassen.