Medizin & Krankenhaus

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Berlin,  10. Juli 2019


Berlin Institute of Health wird dritte Säule der Charité

Das Berliner Institute of Health (BIH) wird Teil der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Berlin wurde gestern von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, unterzeichnet.

Das BIH stellt künftig neben dem Klinikum und der Medizinischen Fakultät die dritte Säule der Charité dar. Privilegierter Partner des BIH wird das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft. Ziel ist es, exzellente Forschung zu stärken und medizinische Innovationen schneller an die Menschen zu bringen.

Am 5. Juli hatte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) – die Wissenschaftsminister sowie die Finanzminister des Bundes und der Bundesländer – dem Entwurf der Verwaltungsvereinbarung über die Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des BIH zugestimmt. Durch die Verwaltungsvereinbarung wird die wirtschaftliche Autonomie des BIH gewahrt. Die bisherige Finanzierung vom Bund und dem Land Berlin im Verhältnis 90:10 (insgesamt 77 Mio. Euro pro Jahr) wird fortgesetzt.

Für die Leitung des Instituts ist ein Direktorium vorgesehen. Mit der Aufsicht wird ein Verwaltungsrat betraut, in dem Bund und Land Berlin sowie externer Sachverstand vertreten sein werden. Das BIH wird einen Sitz im Vorstand der Charité erhalten, das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Sitz im Charité-Aufsichtsrat. Zur weiteren Stärkung der translationalen Forschung sollen künftig auch deutschlandweit Projekte durch das BIH gefördert werden. Die landesgesetzlichen Regelungen sollen bis 1. Januar 2021 in Kraft treten.


Bild: © Charité