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Ismaning,  14. Mai 2018


Zurück zum Kerngeschäft: Sana Kliniken bauen Pflegeheim-Portfolio ab

Back to the roots: Die bayrische Krankenhausgruppe Sana Kliniken, Ismaning, verabschiedet sich schrittweise von ihrem Immobilien-Portfolio an Pflegeheimen. Entgegen dem Markttrend, der seit Jahren steigende Wachstumsraten im Geschäft mit Pflegeimmobilien aufzeigt, veräußert die Klinikgruppe die Bestandsobjekte. Aktuell hält das Unternehmen noch fünf Pflegeeinrichtungen; über den Verkauf eines Pflegeheims in Hameln (Niedersachsen) wir derzeit verhandelt. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Einrichtung in Düsseldorf (NRW) verkauft und eine weitere geschlossen.

Begründung der Unternehmens: Sana will sich strategisch auf das Kerngeschäft konzentrieren, berichtet die Immobilien Zeitung. Demnach sieht Sana "seine Kernaufgaben vor allem in der akutstationären und ambulanten Patientenversorgung." Die Sana Kliniken AG – drittgrößte private Klinikgruppe in Deutschland – war nach eigenen Angaben bis zum Ende des Jahres 2016 an 46 Kliniken mehrheitlich beteiligt. Hinter Sana stehen als alleinige Eigentümer 25 privaten Krankenversicherungen.

Hintergrund der Marktentwicklung: Neue gesetzliche Regelungen stellen erhöhte heimbaurechtliche Anforderungen an Bau, Ausstattung und Betrieb von Pflegeheimen. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben kommen auf die Betreiber hohe Investitionskosten zu. Gleichzeitig fällt durch den Umbau eine Vielzahl an Pflegeheimplätzen weg.