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Dresden,  20. März 2018


VSWG geht mit Projekt Mieterstrom und Elektromobilität an den Start

Ein Mieterstrom-Modell für die Wohnungswirtschaft: Nach anderthalbjähriger Vorbereitung geht in dieser Woche das Projekt „Winner“ – „Wohnungswirtschaftlich Integrierte Netz-neutrale Elektromobilität in Quartier und Region" – in Chemnitz in die Realisation. Insgesamt arbeitet ein branchenübergreifendes Konsortium von fünf Unternehmen, einer universitären Einrichtung und einem Verband in Kooperation zusammen.

Ziel ist es, ein wirtschaftlich selbsttragendes Geschäftsmodell für ökologisch erzeugten Mieterstrom und Elektromobilitäts-Carsharing zu entwickeln und umzusetzen. Gewonnen wird der Strom mittels einer Photovoltaik-Anlage auf einem Wohnobjekt der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG. Das Unternehmen ist als Pilot in das Projekt eingebunden. Der erzeugte "grüne" Strom soll einerseits als "Mieterstrom" an die Mieter abgegeben und andererseits als Ladestrom für Elektromobilitäts-Carsharing verwendet werden.

Das Konzept: Die mit Solarstrom betriebenen Fahrzeuge stehen tagsüber für den Einsatz wohnungswirtschaftlicher Dienstleister, beispielsweise Pflegedienste oder Handwerker, bereit. Die Mieter selbst können die Elektrofahrzeuge abends und an den Wochenenden nutzen. Die im Projekt aufgebaute Ladesäule soll auch für Besucher und andere Elektromobilitätsnutzer offen stehen.

Über das Mobilitätskonzept hinaus fließt der produzierte Strom als elektrische Energiequelle in die allgemeinen Verbraucher des Hauses ein, beispielsweise in heizungstechnische Anlagen, in die Außenbeleuchtung oder in das Hauslicht. Die Stromerzeugung wird anhand von Überkapazitäten, Auslastungsschwankungen und Netzstatus intelligent gesteuert.

Das Projekt ist Teil des Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität III: Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen“ und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über einen Zeitraum von drei Jahre gefördert. Das Projektvolumen beträgt 3,8 Millionen Euro, die Fördersumme 2,5 Millionen Euro. Mit Ende des Projektes im Jahr 2019 sollen die Geschäftsmodelle auf andere Regionen und Quartiere in Sachsen und ganz Deutschland übertragen werden.

 

Bild: @VSWG