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Braunschweig,  11. März 2014


Praxis-Tool Barrierefreiheit richtet sich an Dienstleister und Mediziner

Ein Expertensystem für Architekten, Planer und Ärzte: Das Praxis-Tool Barrierefreiheit ist eine Online-Plattform, die Mediziner und Dienstleister bei der Konzeption oder dem Umbau von barrierefreien Arztpraxen unterstützt. Das Planungs-Tool berücksichtigt im Vorfeld oder in der Konzeption Fragen zur baulichen Beschaffenheit der Immobilie, zu Bauverordnungen oder zu rechtlichen Rahmenbedingungen. Mit dem Ziel, mit einfachen Bau- oder Modernisierungsmaßnahmen die Barrierefreiheit für Patienten zu erhöhen, beispielsweise durch tiefer gelegene Schilder und Klingelknöpfe für Rollstuhlfahrer, behindertengerechte WCs oder Markierungen, die für Sehbehinderte lesbar sind.

Als interaktives Informationssystem angelegt, bietet die Online-Plattform individuelle Hilfestellungen für den Praxisinhaber. Es erfragt grundlegende Parameter der Arztpraxis, gleicht sie mit Faktoren wie regionalen rechtlichen Rahmenbedingungen und verfügbaren Fördermitteln ab, stellt die passenden Informationen zur barrierefreien Ausstattung der Praxis bereit und unterbreitet Vorschläge für regionale Ansprechpartner, Dienstleister und Lieferanten.

Das im Jahr 2012 gestartete Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird in der Initialisierungsphase vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Stiftung Gesundheit Fördergemeinschaft, Hamburg, getragen, und soll anschließend als Public Private Partnership fortgeführt werden.

In Deutschland werden jährlich 10.650 neue Artpraxen eröffnet und 8.300 Praxen räumlich verlegt. Insgesamt dreht sich der Markt für Arztpraxen jährlich um neun Prozent.