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Forschung & Entwicklung

Berlin,  08. August 2017


Politik fördert in vier Großstädten Modellquartiere für aktive Mobilität

Wohnviertel lebenswerter und verkehrssicherer gestalten – das ist das Ziel der Fördermaßnahme „Aktive Mobilität in städtischen Quartieren“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMBU), die in ausgewählten Modellquartieren in Aachen, Kiel, Köln und Leipzig greift. Das BMBU hat für das Projekt Mittel in Höhe von einer Million Euro bereitgestellt.

Bis Ende des Jahres 2018 soll im Rahmen des neuen ExWoSt-Forschungsfeldes "Aktive Mobilität in städtischen Quartieren" erprobt werden, wie der Fuß- und Radverkehr gefördert und der Straßenraum als attraktives Wohnumfeld zurück gewonnen werden kann. Umwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks: "Jede zweite Autofahrt ist heute kürzer als fünf Kilometer – für viele Wege sind das Fahrrad oder die eigenen Füße deshalb eine echte Alternative. Entscheidend für den Umstieg ist, dass das Umfeld stimmt: Sichere Fahrradstreifen und Parkplätze fürs Rad gehören ebenso dazu wie Fußwege und Plätze, sichere Straßenquerungen für Fußgänger und Platz für Kinder.“

Mithilfe der Modellprojekte unter Einbezug der Bewohner der Quartiere sollen Konzepte für neue gemeinschaftliche Mobilitätsangebote wie Car-Sharing oder Pedelec-Verleihsysteme erprobt, Wirkungszusammenhänge der Einzelmaßnahmen untersucht und eine Neuordnung des öffentlichen Raums gefördert werden.

In den ausgewählten vier Modellquartieren werden unterschiedliche Ansätze erprobt: Im Aachener Suermondt-Viertel beispielsweise sollen unter anderem eine Premiumroute für den Fußverkehr sowie eine Radvorrangroute eingeführt werden. Die Landeshauptstadt Kiel wird im Stadtteil Ellerbek Wert auf kinderfreundliche Straßenräume gelegt. Die Stadt Köln widmet in der Altstadt Süd ehemalige Parkplätze zu öffentlichen Multifunktionsflächen um. Und Leipzig wiederum knüpft im Stadtteil Stötteritz am Partizipationsprozess der Bürger aus der Lärmaktionsplanung an.