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Werneck,  10. November 2015


Gesunden im barocken Schloß: orthopädische Klinik generalsaniert

Bauten, die Zeiten überdauern: Die orthopädische Klinik Schloss Werneck, Bayern, ehemalige Sommerresidenz Würzburger Fürstbischöfe aus dem 18. Jahrhundert, ist nach elfjähriger Arbeit generalüberholt worden. Die Umbaumaßnahmen und die Neuordnung kosteten 31,2 Mio. Euro. Für die Entwicklung des Gesamtkonzepts zeichnete die Ziegler Zirngibl Architekten GmbH, Gersthofen, verantwortlich. Entstanden ist ein modernes Krankenhaus mit HighTech-Medizin, OPs und Intensivpflege – eingebettet in eine Schloß-Architektur. Von „Krankenhaus-Charme“ keine Spur. Und auch die Anmutung der Inneneinrichtung lässt keine Erinnerung an die Psychiatrie-Station aus dem Jahr 1853 zu, oder an den Fachbereich Orthopädie, der seit 1952 im Schloß untergebracht ist.

Die Generalsanierung erfolgte in vier Bauabschnitten: Der erste Bauabschnitt wurde 2003 fertig gestellt und beherbergt im vorgelagerten Flügelbau zwei Pflegestationen. Ein Neubau zur Erweiterung der Operationsabteilung konnte im Bereich des Vorschlosses bis 2006 im Zuge der zweiten Bauphase errichtet werden. Die Einweihung der Notfallaufnahme, die Röntgenabteilung und der Intensivpflege erfolgte im April 2007. Mit der abschließenden Sanierung des Hauptschlosses verbunden war im letzten Bauabschnitt 2014 die Neuordnung der Klinik: Zentral gelegen befinden sich nun Patientenzimmer und Aufnahmestation, Chefarztbereich, OP-Abteilung, MRT-Zentrum und Zentrallabor.

Die bauliche Herausforderung bestand in der Kombination eines modernen Klinikbetriebs mit der Wiederherstellung des bauzeitlichen Ursprungszustandes des Schlosses und einer gesundheitsfördernden Atmosphäre. In den neu geschaffenen Patientenzimmern wurden natürliche und klassische Materialien verbaut, robustes Eichenparkett verlegt und Nußbaumfurnier für Wandschutz und Möbel verwendet.

 

Bild: Ziegler Zirngibl Architekten