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Tsukuba / Japan,  13. Juni 2019


G20-Wirtschaftsmächte legen erste Regeln für Künstliche Intelligenz fest

Erste Einigung über Prinzipien zur Künstlichen Intelligenz (KI): Die Topmächte der Weltwirtschaft wollen KI-Systeme in der Anwendung dauerhaft „robust, gesichert und sicher“ sehen – und so das Vertrauen in KI bei Nutzern fördern und stärken.

Die führenden Industrie- und Schwellenländer verständigten sich auf dem Ministertreffen der G20-Staaten in der vergangenen Woche im japanischen Tsukuba auf entsprechende Prinzipien zum Umgang mit KI. Unternehmen, die KI entwickelten oder einsetzten, sollten „die Rechtsgrundsätze, Menschenrechte und demokratischen Werte respektieren", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Um Vertrauen in KI-Technologien zu fördern und ihr volles Potenzial auszuschöpfen, fühle sich die Staatengemeinschaft zu einem Umgang mit KI verpflichtet, bei dem der Mensch im Mittelpunkt stehe. Ein weiteres, vereinbartes Prinzip lautet entsprechend: KI-Systeme dürfen „keine unzumutbaren Sicherheitsrisiken“ darstellen.

Es war das erste Mal, dass sich die G20-Gemeinschaft mit dem Thema Sicherheit von KI-Systemen befasste. Gleichzeitig einigten sich die Wirtschaftsmächte auf eine gemeinsame Erklärung zur stärkeren Besteuerung von digitalen Großkonzernen. Bis Ende kommenden Jahres soll eine globale Mindeststeuer festgelegt und staatliche Besteuerungsrechte neu verteilt werden. Sie dürften sich künftig weniger am jeweiligen Firmensitz orientieren, sondern müßten dort angesiedelt werden, wo Kunden beziehungsweise Nutzer von Dienstleistungen sitzen.


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