Immobilien & Gesundheit

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Düsseldorf,  03. Mai 2017


Europäische Investoren entdecken die Assetklasse Sozialimmobilien

Die junge Assetklasse Sozialimmobilien befindet sich in Europa in der Startphase. Zu dieser Aussage kommt der neue Catella Market Tracker „Senior Housing und Healthcare Immobilien“. Er zeigt, dass sich für den Markt in Europa – verglichen mit Nordamerika, Japan oder Südafrika – große Chancen ergeben, zumal die Unterschiede in Europa bislang sehr groß seien. 

„Die oftmals gebräuchliche Gleichung 'Alternde Gesellschaft' gleich 'steigende Nachfrage nach Sozialimmobilien' ist jedoch bedeutend zu kurz gegriffen", sagt Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. Gerade auf der Objektebene zeige sich ein Segment als sehr dynamisch: das Senior Housing. Es bringe aufgrund der stärkeren Quantifizierbarkeit der zukünftigen Zielgruppe eine dynamische Marktentwicklung mit sich. Allerdings definiert diese neue Zielgruppe auch einen Strukturwandel innerhalb der Sozialimmobilien. „Einfacher formuliert: ein gänzlich neues Marktsegment entsteht in Europa“, so Beyerle weiter.

Im Catella Scoring Modell „Marktchancen in Europa“ haben die Researcher die Investitionspotenziale untersucht: Im Ergebnis führen Österreich und Deutschland die Liga des Marktwachstums an, gefolgt von Litauen, den Niederlanden und Schweden.

Die positive Einschätzung für Österreich und Deutschland erklärt sich durch das starke Gesundheitssystem und die strukturell ältere Bevölkerung. Deutschland weist mit 822 Betten auf 100.000 Einwohner die höchste Zahl an Krankenhausbetten in Europa auf, gefolgt von Österreich mit 758 Betten. Den mit Abstand geringsten Anteil älterer Menschen hat Irland mit 9,9 Prozent, dicht gefolgt von Luxemburg mit 10,2. Hinsichtlich der Ärztedichte (499) zeigt sich Österreich als europäischer Spitzenreiter. Dahinter liegen Litauen (427) und Schweden (411). Die höchsten Gesundheitsausgaben, gemessen am BIP, werden in der Schweiz, den Niederlanden (je 11,1 Prozent), gefolgt von Deutschland und Schweden getätigt (je 11,0 Prozent des BIP).