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Hamburg,  07. September 2017


Bauen neu gedacht: neue Modelle für bezahlbares und mobiles Wohnen der Jetzt-Zeit

Es geht einfacher, billiger, schneller: Bauen und Wohnen in Deutschland ist langwierig und teuer. Beispiele aus anderen Ländern zeigen, wie Häuser heute platzsparend gebaut, funktional und flexibel gestaltet werden können. Die Bauweise Stein auf Stein gehört damit teilweise der Vergangenheit an. Wohnen wird bezahlbar, luftig und stylisch.

Das britische Unternehmen Ten Fold Engineering Ltd. beispielsweise konzipierte in einer Klapp- und Falttechnik einen Immobilien-Prototypen, der sich innerhalb von zehn Minuten selbst aufbaut (Bild oben). Das Low-Tech-Produkt, das in diesem Monat als funktionstüchtiges Vorführmodell verfügbar sein soll, umfasst eine Wohnfläche von 64 Quadratmetern und ist in einer Kiste mit den Ausmaßen 9 x 2,44 x 2,98 Meter verstaut. Die Technik dahinter: reinste Physik aus Winden, Gewichten und Hebeln. Das Modell soll in der Grundausstattung rund 112.000 Euro kosten.

Beim zweiten Beispiel handelt es sich um das Londoner Duffy Shelter-Haus. Es zählt zu den Mini-Häusern, die sich innerhalb einer Stunde zusammenbauen lassen. Das Ergebnis: 1,85 Meter Länge und 1,42 Meter Breite. Gedacht als kompaktes Notfallhaus für zwei Erwachsene, besteht es aus 35 Bausätzen, die in einem herkömmlichen Transporter transportiert werden können.

Flexibel in den Grundrissen ist das PopUp House des französischen Multipod Studios. Das Passivhaus soll im Selbstbau innerhalb von vier Tagen zu errichten sein, aus umweltfreundlichen Materialien bestehen und energiesparend arbeiten. Die Kosten pro Quadratmeter variieren zwischen 1.100 Euro und 1.900 Euro. Größe und Design des Hauses sind variabel.